Was ist die Genossenschaft ecovillage hannover eG?

Die Genossenschaft erwirbt die ecovillage-Grundstücke und baut Wohnungen für ihre Mitglieder. Außerdem baut und betreibt die Genossenschaft Gemeinschaftseinrichtungen für die Bewohner*innen, damit die Einzelwohnungen klein sein können (Waschsalon, Bibliothek usw.) oder für das Gemeinschaftsleben nützlich sind (Verteilstation für Biobauern aus der Umgebung, Concierge, E-Mobil-Ladestationen, usw.). Die Genossenschaft vermietet Stellplätze für mobile den jeweiligen Bewohner*innen gehörende Tinyhäuser und in Sonderfällen vergibt sie Untererbbaurechte für private Bauten (z.B. ein Gesundheitszentrum oder ein Wohnprojekt einer Stiftung).

  • Video-Transkript

    Einer für alle – Alle für einen. Das Motto der Musketiere ist jedem bekannt:
    Zusammen waren sie viel effektiver und konnten von den Stärken des Einzelnen profitieren. Dieses Motto ist 1:1 auch auf Genossenschaften übertragbar. Sie vereinen Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung und das Prinzip ist dasselbe: Einer steht für Alle ein und Alle sorgen sich um die Belange des Einzelnen.

    Die Genossenschaft steht vor allem für die drei Grundprinzipien: Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung. Das ist die Basis für ihre Unabhängigkeit. Es sind nicht die Investoren oder großen Konzerne, die über die Ausrichtung der Genossenschaft entscheiden. Die Mitglieder selber bestimmen den Weg. So können Genossenschaften auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten erfolgreich sein. Wie das genau geht? Jedes Mitglied trägt in erster Linie zunächst mit seinem finanziellen Beitrag zum Vermögen und Erhalt der Genossenschaft bei. Gleichzeitig erwirbt man damit einen Anteil an der Genossenschaft und wir zum Mitentscheidungsträger. Das heißt jeder hat eine Stimme ganz unabhängig von der Höhe seiner Kapitalbeteiligung. Und in der Vollversammlung wird gemeinschaftlich der Vorstand gewählt. Außerdem wird über die Ausrichtung und den Einsatz der Finanzen entschieden. Jeder trägt mit seinem Anteil also auch einen Teil der sozialen Verantwortung für alle.Gerade deshalb kommt der genossenschaftliche Grundgedanke immer öfter zum Tragen, besonders da wo gemeinsam Aufgaben zu bewältigen sind, die der Einzelne nicht erfüllen kann. So sind Genossenschaften in den verschiedensten Bereichen zu finden: Von Genossenschaftsbanken über Wohnungsbaugenossenschaften bis hin zu Einkaufsgenossenschaft. Und dank der regelmäßigen internen und externen Prüfung sind die Mitglieder zudem vor finanziellen Schäden geschützt. Viele Vorteile, die diese solidarische Gemeinschaft auch weiterhin zu einem Erfolgsmodell macht – die Wirtschaft und Gesellschaft kann nachhaltig für die Menschen gestaltet werden.

    So wie damals bei den drei Musketieren, als es hieß: Einer für alle - Alle für einen!

Warum eine Genossenschaft?

  • Genossenschaften sind demokratisch (jedes Mitglied hat eine Stimme unabhängig von der Höhe des eingebrachten Kapitals).
  • Genossenschaften sind solide, u.a. weil sie streng vom Genossenschaftsverband überwacht werden.
  • Alle Mitglieder der Genossenschaft sind Eigentümer aller Gebäude.

Warum Mitglied werden?

  • Ich gestalte ein europaweit beispielhaftes Modellprojekt mit.
  • Ich bekomme ein grundsätzliches Wohnrecht in einem ecovillage-Projekt in Hannover (grundsätzlich heißt, dass die Genossenschaft die Aufgabe hat, für alle Mitglieder, die dies wünschen, geeigneten Wohnraum zu schaffen. Ein individuelles recht an einer bestimmten Wohnung ergibt sich aus der Mitgliedschaft nicht)
  • Nur wenn ich Mitglied bin, kann ich die weiteren Entscheidungsprozesse bei der Entwicklung der ecovillage-Quartiere beeinflussen.

Zusammensetzung der Mitgliedschaft

  • Diejenigen, die möglichst kurzfristig (voraussichtlich ab 2021) auf Basis eines bestehenden Bebauungsplans ein schon fertig erschlossenes Gelände in Bemerode nördlich angrenzend an die vorhandene Kronsberg-Bebauung besiedeln wollen;
  • Diejenigen, die längerfristig (Baubeginn frühestens 2025) mit den Erfahrungen des ersten Projektes auf weiteren Flächen, z.B. einer Gewerbebrache mit einem optimalen speziell dafür geschaffenen Bebauungsplan ein oder mehrere weitere ecovillages schaffen wollen;
  • Fördernde Mitglieder, die nicht umziehen, sondern das Projekt unterstützen wollen

Aber:

Alle Mitglieder haben bei Entscheidungen eine Stimme, auch unabhängig davon, wieviel Geld sie in das Projekt einbringen. Entscheidungen, die ausschließlich die Kronsberg-Bebauung betreffen, werden in einem speziellen Kronsberg-Dorfrat vorgeklärt und es wird dann davon ausgegangen, dass Mitglieder, die nicht in diesem Quartier wohnen wollen, sich nicht „einmischen“.

Einen Überblick der Zusammensetzung ist am Schluss unseres Exposes zu finden.

Wie werde ich Mitglied?

Ab sofort kann man hier einen Mitgliedsantrag downloaden, ausfüllen und per Post einreichen. Außerdem muss ein Begleitfragebogen ausgefüllt werden, damit wir bei der Planung genauer wissen, was du dir von der Genossenschaft wünschst.

Mitgliedsantrag Fragebogen Genossenschaftssatzung

Gremien der Genossenschaft

Die Zuständigkeiten in einer Genossenschaft sind im Genossenschaftsgesetz klar geregelt:

  • Die Mitgliederversammlung ist oberstes Gremium. Dort hat jedes Mitglied eine Stimme und dort werden alle wichtigen Dinge entschieden.
  • Der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand und fällt einige Entscheidungen, die nicht von der Mitgliederversammlung zu treffen sind.
  • Der Vorstand ist das, was in einer GmbH die Geschäftsführung ist. Er leitet die operative Arbeit der Genossenschaft
  • Der Kronsberg-Dorfrat berät die inhaltlichen Dinge des Kronsberg-Quartiers und macht Entscheidungsvorschläge für Mitgliederversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand